{"id":239,"date":"2010-01-13T17:52:55","date_gmt":"2010-01-13T16:52:55","guid":{"rendered":"http:\/\/johannazweiger.wordpress.com\/?p=239"},"modified":"2010-01-13T17:52:55","modified_gmt":"2010-01-13T16:52:55","slug":"die-visionen-des-londoner-medienexperten-tyler-brule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/johannazweiger.at\/?p=239","title":{"rendered":"Die Visionen des Londoner Medienexperten Tyler Br\u00fbl\u00e9"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die ZEIT<\/strong> (eine Zeitung, die aufgrund ihrer enormen Gr\u00f6\u00dfe beinahe unleserlich ist, auch wenn sich brilliante Artikel darin finden) hat den <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/02\/WOS-Tyler-Brule-Interview\">Londoner Medienexperten Tyler Br\u00fbl\u00e9 zum Thema Qualit\u00e4tsjournalismus, Twitter und Co.<\/a> interviewt.<\/p>\n<h3><strong>Kernpunkte des Interviews:<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li><strong>globale Marken mit weltweiter Leserschaft laufen gut (auch BBC) &#8211; Quait\u00e4t hat Zukunft<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Das ist jetzt aber auch nichts Neues. Die BBC, die es schon seit seit den 1930er Jahren gibt und lange DAS britische Medium war (und nat\u00fcrlich immer noch ist, auch wenn der Privatmarkt eine ordentliche Konkurrenz darstellt), wird so schnell nicht den Bach runter gehen. Bei den Printmedien w\u00e4re ich mir aber da schon nicht mehr so sicher &#8211;\u00a0<a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/kultur\/medien\/516229\/index.do\"> die weltber\u00fchmte New York Times (!) etwa musste letztes Jahr wieder Stellen streichen<\/a>, in vergangener Zeit bereits wegen geringerer Anzeigeneinnahmen und sinkenden Abonnentenzahlen &#8230;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Medientrends 2010: Mehr Zeitungen werden Gratisbl\u00e4tter, evtl. kostenpflichtige Digitalangebote f\u00fcr Print?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Woah, wenn ich das Wort &#8220;Gratisblatt&#8221; schon h\u00f6re, steigt mir die &#8220;Grausbirn&#8221; auf, wie man bei uns sagt (und zwar nicht nur wegen des Revolverblattes &#8220;\u00d6sterreich&#8221;). Falls Mr Br\u00fbl\u00e9 in diesem Punkt Recht behalten sollte, dann brechen f\u00fcr uns Journalisten wahrlich schlechte Zeiten an. Wir rei\u00dfen uns die Haxen aus und bekommen daf\u00fcr &#8230;<\/p>\n<p>Mit kostenpflichtigen Digitalangeboten k\u00f6nnte ich mich hingegen schon eher anfreunden obwohl ich \u00fcberzeugt davon bin, dass die meisten User momentan noch nicht dazu bereit sind, f\u00fcr solche Angebote Geld hinzubl\u00e4ttern. Das ist einfach etwas, das sich so eingeb\u00fcrgert hat: Alles (na gut, vieles) im Netz kostet nichts. Ich schlie\u00df mich da nicht aus &#8211; wenn ich f\u00fcr ein Service im Internet zahlen muss, bin auch nicht begeistert und schau, dass ich&#8217;s woanders herbekomme. Bis die Medienkonsumenten einsehen werden, dass man f\u00fcr Journalismus &#8211; in jeder Form &#8211; bezahlen sollte &amp; eig. auch muss (Arbeit!!), wird noch viel Wasser die Donau hinunterrinnen.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>These: Den digitalen sozialen Netzwerken wird die Luft ausgehen (weil zu viele, nicht lukrativ)<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Also das glaube ich wirkich nicht! Simples Beispiel: Ich als Studentin bin bei myspace, twitter, einem U2-Forum und studiVZ registriert. Bei myspace bin ich angemeldet, um mit meinen ehemaligen Schulfreunden in Kontakt zu bleiben. Twitter n\u00fctze ich deshalb, weil man dadurch sehr viele n\u00fctzliche Neuigkeiten, links und Verweise in Echtzeit (!) erf\u00e4hrt. Ja, wahrlich eine Bereicherung. Dem U2-Forum bin ich vor drei Jahren beigetreten, um mich mit Gleichgesinnten \u00fcber die Herren meiner Lieblingsband auszutauschen. Und studiVZ n\u00fctze ich, um mit meinen Studienkollegen zu kommunizieren (was f\u00fcr ein Wort^^). Wie man sieht: Obwohl man auf den ersten Blick meinen w\u00fcrde, das sind &#8220;zu viele&#8221; &#8211; sie haben alle ihren Sinn und Zweck f\u00fcr mich.<\/p>\n<p>Was das Geld angeht: Ich m\u00f6chte gar nicht wissen, wie viel studiVZ und myspace mit ihren Anzeigen verdienen &#8230;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wienerzeitung.at\/DesktopDefault.aspx?TabID=3930&amp;Alias=wzo&amp;cob=438272&amp;Page11932=11\">Und Facebook bekommt jeden Tag 1 Million neue Nutzer dazu!<\/a><\/p>\n<ul>\n<li><strong>These: <em>slow media<\/em> (ein Handwerk\/Gewerbe perfekt beherrschen und immer noch Geld damit verdienen bzw. nicht jedem neuen Glitzerding wie etwa twitter &amp; Co. &#8220;verfallen&#8221;)<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Damit kann ich etwas anfangen. Wer twitter f\u00fcr Gesch\u00e4ftszwecke nutzt, sollte auch wissen, wie damit umzugehen ist!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/johannazweiger.at\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/zeitung-tot.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-243\" title=\"Quelle: Falter (2009)\" src=\"http:\/\/johannazweiger.at\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/zeitung-tot.jpg?w=300\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"141\" srcset=\"https:\/\/johannazweiger.at\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/zeitung-tot.jpg 833w, https:\/\/johannazweiger.at\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/zeitung-tot-300x141.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Vielen Dank @ <a href=\"http:\/\/maxdaublebsky.wordpress.com\/\">Max Daublebsky<\/a>, der mich (via Twitter) auf dieses Thema aufmerksam gemacht hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ZEIT (eine Zeitung, die aufgrund ihrer enormen Gr\u00f6\u00dfe beinahe unleserlich ist, auch wenn sich brilliante Artikel darin finden) hat den Londoner Medienexperten Tyler Br\u00fbl\u00e9 zum Thema Qualit\u00e4tsjournalismus, Twitter und Co. interviewt. 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