BLANK5 – der reine, aber lehrreiche Wahnsinn

In drei Tagen ist es soweit: “BLANK5″, das Magazin der Leidenschaft, geht nach hunderten Stunden Arbeit endlich in Druck. Und meinen Studienkollegen und mir fällt ein riesen Stein vom Herzen. Seit Ende März 2012 haben wir alle zusammen die 84 Seiten des Heftes befüllt, immer wieder über den Haufen geschmissen und schlussendlich zur Perfektion gebracht.”BLANK5” ist nicht nur irgendein FH-Projekt, es ist vor allem ein Magazin, in dem sehr viel Herzblut steckt.

Ich persönlich habe in vielerlei Hinsicht zu “BLANK5” beigetragen und daraus gelernt. Da wäre einmal meine vierseitige Reportage über das Albert Schweitzer Hospiz in Graz. Die Idee dazu kam mir, weil ich schon seit zwei Jahren beim Magazin des Hospizvereines Steiermark (“dasein”) mitarbeite und dadurch einige Kontakte in diesem Bereich habe. Für die Recherche war ich zwei Mal direkt vor Ort und habe mit der Stationsschwester, einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin und sogar mit ein paar Patienten gesprochen. Ein drittes Mal bin ich mit einem professionellen Fotografen, Harald Tauderer, ins Hospiz gekommen, der meine Reportage ganz wunderbar bebildert hat.
Ich habe gelernt, dass bei einem heiklen Thema wie diesem vor allem Einfühlungsvermögen und Verlässlichkeit wichtig sind. Patienten müssen anonym vorkommen, verwendete Fotos dürfen nur Sujetbilder sein und beim Zitieren ist Genauigkeit angesagt.

Foto: Harald Tauderer http://www.haraldtauderer.com/
Foto: Harald Tauderer http://www.haraldtauderer.com/

Außerdem habe ich zwei Anzeigen für “BLANK5” akquiriert. Persönlich, nicht per Mail. Sprich, ich bin ausgerüstet mit zwei der vier Vorgängerhefte und aktuellem Anzeigenfolder zu potenziellen Kunden hinspaziert und habe ihnen ein Angebot präsentiert. War zeitweise lustig, aber auch mühsam. Und dann wären da noch die Fotos, die ich gemacht habe. 27 Portraits aller Redakteure für unserern Facebookauftritt, ein paar für die Geschichten an sich und viele Making-Of-Bilder, die den Produktionsprozess des Heftes dokumentieren. Auch hier habe ich dazugelernt, in technischer Hinsicht versteht sich.

Aber abgesehen vom Know-How-Gewinn habe ich noch etwas gelernt: Es ist verdammt viel Arbeit, ein Magazin zu machen. Wirklich. Anzeigen müssen her, damit das Heft finanziert werden kann. Die Storys müssen recherchiert, geschrieben, redigiert und korrigiert werden. Gute PR braucht man, um das Ding bekannt zu machen. Ein professioneller Onlineauftritt ist natürlich ein Muss und von einem tadellosen Layout brauch ich erst gar nicht anzufangen.

Und noch etwas habe ich gelernt: Arbeitet eine Gruppe Studenten drei Jahre lang immer auf derselben Hierarchiestufe, so ist es ganz klar, dass bei einem Projekt wie diesem Spannungen auftreten. Die Chefs müssen Entscheidungen treffen, die vielleicht nicht allen passen und machen sich dadurch zeitweise unbeliebt. Die Übrigen fühlen sich dann übergangen und sind sauer.
Das Gute daran: Es ist wie in einer “echten” Redaktion. Also sind wir schon mal gut darauf vorbereitet, wie es außerhalb der FH so zugeht.

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