Der Countdown zur Normalität (13.-17.06.2016)

“Ich werd da morgen einfach hingehen und irgendwas hinschreiben …” – “Wieso morgen?” – “Naja, bei der Prüfung morgen!” – “Morgen is ja nix, da haben wir frei?!” – “Wie?!” … 😀 Jaaaa, die gute Megan glaubte wirklich, dass unsere Abschlussprüfung im Fach “Introduction to the World of Religion” am Dienstag sein würde. Gut, dass ich ihr bei unserer pseudo study session am Montag gesagt habe, dass sie ja eh noch bis Donnerstag Zeit hat. 😉

Woche 15 in Seoul war also geprägt vom Lernen und dem Abschiednehmen, denn nach den beiden Prüfungen am Donnerstag musste ich schon bald aus dem Studentenheim ausziehen. Aber natürlich war da auch noch viel Zeit für Freizeitaktivitäten, so etwa am Montagabend als Laura und ich mit Jeon vom German Department essen gingen. Er zeigte uns ein Lokal, wo es fast nur (vegetarische) Beilagen gab – natürlich einen ganzen Tisch voll. 😀 Sehr fein! Nachher gingen wir noch gemeinsam zum Fluss, wo wir uns bei der Banpo Bridge die dortige Licht- und Musikshow anschauten. Beim ersten Versuch hatten wir die ja verpasst bzw. einfach nicht gefunden. 😀 Die Show ist zwar nicht spektakulär, aber für einen ruhigen Abend mit Freunden auf jeden Fall nett. Lustig war auch die Musik – wer hört in seiner Freizeit schon ABBA?

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Weil am Dienstag wie gesagt meine verbleibenden zwei Lehrveranstaltungen ausfielen (exam week eben), traf ich Jeon und eine Kollegin von ihm gleich noch einmal zum Essen – dieses Mal gab es wieder 닭갈비 – eines meiner koreanischen Lieblingsgerichte. Ein paar Gläser Soju durften natürlich auch nicht fehlen und so kam es, dass Jeon einen Ersatzfahrer anheuerte, der uns dann mit Jeons Auto wieder zurück zur Uni brachte. 😀 Von diesem Konzept hatte ich vorher noch nie gehört, aber offenbar gibt’s das eh bei uns auch … Einen sehr netten Abend verbrachte ich am Mittwoch mit Andrea aus den USA. Wir gingen zusammen nach Hongdae, wo wir nicht nur viiiiel zu viel für stationary ausgaben, sondern endlich auch den Tiramisuladen ausprobierten, vor dem immer eine riesige Schlange wartet, und später genehmigten wir uns noch ein paar drinks in einer winzigen, aber sehr sehr netten Bar. Dass ich am nächsten Tag zwei Prüfungen hatte, war mir zu dem Zeitpunkt ziemlich egal … 😀 Ich hatte ohnehin schon vorher gelernt und wusste außerdem, dass sie wohl nicht zu schwer werden würden, was dann auch der Fall war. Die Prüfung im Fach “Major Concepts of Confucianism” war dann übrigens meine allerletzte Prüfung EVER. Naja, von der Masterprüfung einmal abgesehen …

Kaum waren die Prüfungen am Donnerstag vorbei, ging ich mit Andrea und ihrer Zimmerkollegin Kim schon wieder “on tour”. 😀 Nachdem sich unsere Zeit in Seoul schon mit so großen Schritten dem Ende zuneigte, wollten wir noch ein paar Souvenirs besorgen und da gibt es in Seoul (mal abgesehen von Insadong) wohl nur eine gute Adresse, nämlich Namdaemun Market. Hier gibt es echt alles – viele Lokale, Souvenirshops und natürlich auch noch einen Haufen Sockengeschäfte. Wir haben überall zugeschlagen … Spätabends ging es dann noch auf in ein Restaurant in Hongdae, wo eine größere Runde exchange students ein Abschiedsessen veranstaltete (food baby inklusive :D). Die Bilder, die dabei entstanden sind, gefallen mir besonders gut, weil sie die Eigenheiten unserer Truppe recht gut eingefangen haben… :)

Freitag hieß es dann früh raus, denn der Tag des Packens war gekommen. Man glaubt gar nicht, wie viel man zu tun hat, wenn man nach vier Monaten in einem fremden Land wieder seine sieben Sachen packen und sich bereit zum Zurückkehren machen muss! Das Konto musste geschlossen werden, ein 12 kg-Paket gepackt und nach Hause geschickt werden (jaaaa, ich hab echt sehr viel Zeug angehäuft), der Koffer zumindest einmal provisorisch gepackt und die letzten Kleinigkeiten gekauft werden. Ich rannte wirklich den ganzen Tag umher. Meine Zimmerkollegin freilich war da etwas entspannter und meinte nur, dass wir das am nächsten Tag – bis 14 Uhr mussten wir alles fix fertig haben – schon hinbekommen würden. Ich war mir da nicht so sicher und sollte recht behalten. Aber dazu mehr im nächsten Eintrag.

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