“Wou sixt du di in ana hoibn Stund?” (12. – 18.11.2012)

Die vergangene Woche sollte eigentlich ruhig beginnen, schließlich war ja die Woche zuvor durchaus stressig (heim nach Österreich, graduieren, Freunde und Verwandte treffen, wieder zurück nach England usw.). Doch wie das eben so ist, kam am Ende alles anders und so ging ich am Montag zusammen mit meinen homies aus der Howard St fort. Vorher bekam ich noch die Möglichkeit, meine neue Mitbewohnerin bei ein paar Bierchen näher kennenzulernen. Scheint ganz nett zu sein (auch wenn sie “One Direction” mag :D).
Man mag es nicht glauben, aber sogar an einem Montag ist in Derby ganz schön was los! Die Studenten haben halt wie immer nix zu tun … ^^

Am Mittwoch schließlich bekam ich in der Schule erstmals die Aufgabe, für zwei Stunden (also 70 Minuten) auf eine Klasse aufzupassen. Meine Chefin führte nämlich ein “mock exam” durch und um Zustände wie in Sodom und Gomorrha zu verhindern, musste eben eine Aufpasserin her. Und tatsächlich: Die Schülerinnen waren durchaus brav. I like.

Den Donnerstag verbrachte ich vor allem mit Shoppen … ja, man kann, wenn man will, viele Stunden im Westfield Centre verbringen!^^ Mei, und ich hab dort an dem Tag den allerbesten Muffinladen ever entdeckt! Mixed berries – fabulous! Am Abend ging es schließlich mit meinem deutschen Mitbewohner und dessen Freundin auf in ein Pub in der Nähe unseres Hauses, in dem jeden Donnerstagabend eine “Altherren-Jazz-Combo” (ich nenn’s jetzt einfach so) spielt. Ein Traum kann ich nur sagen. Nicht so gut gefallen hat mir allerdings, dass einer der besagten Herren schon nach wenigen Worten meinerseits wusste, dass ich kein native speaker of English bin. Irgendwann mal so zu klingen ist und bleibt mein großes Ziel.

Freitag: auf nach L’pool! Wieder einmal durften wir uns bei meiner Kollegin Ulli einquartieren (als Dank dafür haben wir dezent das dortige Klo verstopft, aber keine Sorge: Ihre Vermieterin ist zahlendes Mitglied einer “Entstopfer-Organisation”, die hat wieder alles in Ordnung gebracht :D). Zusammen mit einigen österreichischen, spanischen und französischen FLAs brach ich also auf in die Stadt der Beatles und des FC Liverpool. Oder wie ich es formulieren würde: Die Stadt, in der es mega angesoffene Jugendliche, unzählige Kaugummis auf der Straße und ziemlich schräge Frisuren gibt. Beim Fortgehen haben wir mindestens drei junge Damen gesehen, die es aufgrund der (fatalen!) Kombi “high heels + alcohol” so richtig auf die Schnauze gehaut hat … Clemens musste das natürlich fotografieren, was ihm sogleich einige Beschimpfungen einbrachte.^^ Alter Schwede, da geht’s zu. Leider konnten wir keinen Club finden, in dem es etwas anderes als main stream music gab, aber gut, alles kann man eben nicht haben. Zumindest im berühmten “Cavern Club” war’s ganz nett (sehr Beatles-lastig halt).

Weitere Stationen waren

  • die Albert Docks (sehr schön!) inklusive Abstecher zu Costa^^,
  • das Stadtzentrum,
  • die “Bombed Out Church”, die tatsächlich nur mehr aus den Außenmauern besteht,
  • natürlich Penny Lane.
  • China Town,
  • die Kathedrale (sehr kommerzialisiert! Da gibt es doch tatsächlich einen “Welcome Desk” und ein kleines Restaurant …)
  • und die St. James Gardens (die aber eig. mehr ein Friedhof sind).

Zwischendurch widmeten wir uns in unseren Gesprächen den wichtigen Fragen des Lebens: Muss man Nomen unbedingt als solche erkennen können? Wo siehst du dich in einer halben Stunde? Und sollte man mit 45 wirklich noch Kinder bekommen? Wir wissen es nicht. Wir wissen nur, dass “One Direction” die aktuelle Nummer 1 im UK sind. Und das ist durchaus besorgniserregend.

Liverpool in pictures:

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