Rote Stühle machen alles besser. (04. bis 07.10.2012)

Am Donnerstag (4. Oktober) ging es nach der Schule mit Sarah, der Französisch-Assistentin, in die Innenstadt zum Einkaufen. Der Bus fährt direkt bei der Schule weg, was zwar sehr praktisch ist, jedoch kostet eine Karte (Schule-Stadtzentrum) umgerechnet über 2 Euro! Ist also verdammt teuer. Nachher war ich mit Michele, die mich dankenswerterweise abgeholt hat, noch schnell bei Mark’s & Spencer. Dort glaubte die Verkäuferin an der Kassa doch tatsächlich, dass ich Micheles Tochter sei! 😀 Anyway, das viele Herumlaufen am Donnerstag hat mir wieder einmal gezeigt, wie unbequem Ballerinas sein können. Gott sei Dank gibt es Pflaster und Turnschuhe am Wochenende. Aja, an dieser Stelle vielleicht ein paar Worte zu meinem dress code in der Schule: Keine Jeans, keine bequemen Hoodies und keine „trainers“. Sprich all das, was ich sonst immer trage, ist nicht erlaubt.

Tags darauf, dem Tag an dem ich eigentlich in das Haus in der Howard Street einziehen wollte, dann aber leider davon absehen und mich nach anderen Zimmern umsehen musste, war zum Glück keine Schule für mich. Ich konnte dadurch in Ruhe ein wenig Papierkram erledigen und mich auf Zimmersuche begeben. Der Wohnungsmarkt in England ist übrigens recht eigen: Neben diversen websites, auf denen man nach Unterkünften suchen kann, gibt es in der St. James Street in der Innenstadt in Derby viele verschiedene „letting agencies“, die allesamt Häuser und Zimmer vermieten. Natürlich muss man dafür eine Gebühr zahlen, aber zumindest sind das dann keine „halbschwindligen“ Vermieter. Hat man schließlich ein passendes Heim gefunden, heißt es schnell zuschlagen, sonst kann es passieren, dass einem das Angebot vor der Nase weggeschnappt wird.

Der Samstag stand schließlich ganz im Zeichen des „room huntings“. Mit meiner Chefin Sarah sah ich mir drei Häuser an, wobei ich mich schlussendlich für ein sehr großes (aber dafür nicht sooo schönes) in der Nähe der Schule entschied. Werde es wohl ein bisschen aufpeppen und verschönern müssen,  wird bestimmt lustig. Abgesehen von der Zimmersuche half ich meiner Chefin noch beim Einrichten ihres neuen Hauses. Sie war dort nämlich erst ein paar Tage zuvor eingezogen. Wir bauten also ihr Bett auf, kauften einen Küchentisch und vier Sessel und schauten zwei starken Männern dabei zu, wie sie die neue Riesenmatratze die Stiege hinauf schafften. Die Sessel und den Tisch kauften wir uebrigens bei einem sehr urigen Laden im Nachbarort: Ein alter Mann mit Bart und „Arbeiterhänden“ hatte dort alte (aber  schöne und vor allem sehr solide) knallrote Sessel zu verkaufen, die er von einem Restaurant bekommen hatte, das „refurbished“ wurde. Knallrote Sessel, und zwar wirklich knallrot! Dafür aber nur 5 Pfund pro Stück … Und am Abend ging es auf ins Pub. Klassisch mit Bier und Sandwich of course.

Sonntag schließlich: bügeln, im Haushalt helfen, Spaziergang im Markeaton Park und DVD schauen. Woche 1 in England war zwar bei weitem nicht problemlos, dafür aber sehr abwechslungsreich.

Bilder vom Markeaton Park und Allestree:

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